4gang

Elektro-Smog

Elektro-Smog

In den Medien und zahlreichen Publikationen wird vielfach als Tatsache hingestellt, bereits geringe Feldstärken von HF-Bestrahlung würden gesundheitliche Störungen oder Schädigungen auslösen. Symptome wie Schlaflosigkeit, Müdigkeit, Kopfweh, Streß, Bluthochdruck, Herzrasen werden sogar von zahlreichen Medizinern der Auswirkung von Mobilfunk-Strahlung zugeschrieben.

Tatsächlich ist bis heute weltweit kein einziger seriös untersuchter Fall bekannt, in dem die Ursache solcher Befindlichkeitsstörungen nicht auf Einbildung (einem negativen Placebo-Effekt) zurückzuführen war.

Bemerkenswert hierzu ist, daß dabei von den “Elektro-Smog“-Gläubigen die Existenz eines Wirkungsmechanismus für nichtthermische Phänomene als wahrscheinlich angenommen wird, obwohl der mit nicht mal 1:1000000000 der Reizschwelle ja unfaßbar klein und spezifisch empfindlich angesiedelt sein müßte (geradezu ein homöopathischer Mechanismus) und obwohl ein solcher Wirkungsmechanismus trotz intensivster Suche in 1000en von Studien nicht auffindbar war.
Die Zahlenwerte die sich hier gegenüber stehen, sind Leistungsdichten im mehrstelligen kW/m²-Bereich, die benötigt werden um bei Probanden nichtthermische Sinneswahrnehmungen oder Nervenreizungen auszulösen und Leistungsdichten im µW/m²-Bereich in der weiteren Umgebung von Mobilfunk-Masten – die als ursächlich für die o.g. “Gesundheitsschäden“ dargestellt werden.

Dabei sind die gesetzlich vorgegebenen Grenzwerte in Deutschland bereits extrem gering (aus “Vorsorge“). Die maximale Dauer-Absorptionsrate von 0.4 W/kg (für Exposition in Berufsausübung) bedeutet umgerechnet eine Gesamt-Wärmeleistung von ca 30 Watt für eine durchschnittliche Person. Im Vergleich zur körpereigenen Wärmeleistung in Ruhe mit ca 110 Watt oder bei Bürotätigkeit von ca. 200 Watt sind die zulässigen 30 Watt ein Einfluß, der sich unterhalb der Meßgrenze bewegt – jeder Pullover, jeder Lufthauch, jedes Grad Umgebungstemperatur hat eine stärkere Auswirkung. Aus “Vorsorge“ wurde der ursprünglich zulässige Erwärmung in der Größenordnung der Eigenleistung ( 100 W ) nochmal auf ein Drittel reduziert. (Wenn man nur andernorts ebenso viel “Vorsorge“ treffen würde ! Z.B. Lärmschutz, Nachtarbeit, etc., die nachgewiesen gesundheitsrelevante Wirkung haben). Die Grenzwerte für die normale Bevölkerung liegen noch weiter darunter: 0.08 W/kg entsprechen einer Wärmeleistung von lächerlichen 6 Watt – nicht mal 10% der Eigenleistung beim Schlafen.

Bei vergleichbaren Strahlungsquellen vom infraroten bis zum ultravioletten Spektrum ist man da keineswegs so zimperlich – obwohl hier schädliche Wirkungen Tatsache sind:

Sonneneinstrahlung …. bis 1000 W/m²

Halogenstrahler…………. bis mehrere kW/m² …. je nach Annäherung

Heizstrahler ………………. bis mehrere kW/m² …. je nach Annäherung

Die Auswirkungen sind je nach UV-Anteil Hautrötungen, Sonnenbrand, Hautkrebs

Demgegenüber steht die elektromagnetische Strahlung mit einem Grenzwert von 10 W/m², obwohl es bis in den Mikrowellenbereich hinein die sanfteste Erwärmungmethode darstellt. Wegen der großen Eindringtiefe ist die Energieentfaltung an der Auftrefffläche wesentlich geringer als bei den viel kurzwelligeren Lichtquellen. (Deswegen gelingt auch keine Kruste in der Mikrowelle, wie allgemein bekannt).

Anschauliche Erläuterungen zur Berechnung der Strahlungsabsorption durch den menschlichen Körper in Abhängigkeit von der Strahlungsleistung und der Frequenz, sowie zur Herleitung der Grenzwerte, geben die nachfolgenden Artikel:

Gesundheitliche Aspekte des Mobilfunks

ICNIRP-Guidelines

SAR Körpermodelle 20-2400 MHz

BGV B11

Zu ergänzen ist, daß zwischenzeitlich einige dort angesprochene ungeklärte Punkte bezüglich nichtthermischer Effekte ihre Auflösung gefunden haben (in der Richtung, wie es aufgrund der vorliegenden Physik und der Randbedingungen zu erwarten war).

Die Meldungen bezüglich einer Beeinflussung der Hirnströme durch Mobilfunk-Signale hat jeden Techniker mit nur ein bißchen EMV-Erfahrung sofort auf eine Störbeeinflussung der hochempfindlichen Meßgeräte tippen lassen. Nur absolut blauäugigen und unerfahrenen Nicht-Technikern konnte es plausibel erscheinen, das menschliche Gehirn ließe sich leichter durch ein bißchen Mobilfunk beeinflussen, als die hochsensible Sensor-Apparatur zur Messung von Hirnströmen. Dabei weiß praktisch jeder der sich mit HF oder EMV beschäftigt, daß ein Mensch nicht mal was merkt von HF-Bestrahlung (außer vielleicht Wärme oder Bewegung der Körperhaare), wenn selbst hochgehärtete Militärgeräte schon lange ihren Geist aufgegeben haben. Natürlich wurden die Untersuchungsergebnisse ohne Gegencheck von erfahrenen Ingenieuren erstmal als große Sensation – und als angeblicher Beweis für die Schädlichkeit von Mobilfunk – veröffentlicht.

Die Angst vor den Strahlen

Wie schon weiter oben erwähnt, sind seit der Einführung der Funktechnik (in großem Maßstab seit den 30er Jahren und nochmals verstärkt nach dem 2. Weltkrieg) keine Erkrankungen oder Folgeschäden bekannt geworden, die sich auf die Bestrahlung durch Funkwellen zurückführen ließen. Nach der Erfindung und Verbreitung des Mobilfunks haben zahllose effektheischende Beiträge voller haltloser Thesen und Behauptungen in den Medien unbegründete Ängste, vor allem in Bevölkerungsschichten ohne technisch physikalischen Background ausgelöst. Mit der Phrase vom “Elektro-Smog“ wurde aus einer völlig harmlosen und vernachlässigbaren Wärmestrahlung unterhalb jeder Meßgrenze, auf einmal eine gefährliche und schmutzige Strahlen-Belastung.

Die Kampagne in den Medien blieb nicht ohne Folgen. Verängstigte Bürger bildeten Intiativen gegen die vermeintlichen Gefahren von Mobilfunk-Masten. Zwangsläufig bewirkte der einsetzende Placebo-Effekt zahlreiche Krankheitssymptome, die sich in den Zirkeln der Mobilfunk-Gegner durch gegenseitige Verstärkung (Austausch, gegenseitige Beschreibung und gegenseitige Bestätigung von durch “Elektro-Smog“ verursachten Krankheitsbildern) seuchenartig ausbreiteten.

Eine besonders unrühmliche Rolle bildeten dabei einzelne Wissenschaftler und Mediziner, die eigentlich wider der ihnen bekannten unumstößlichen Regeln (z.B. keine Kontrollgruppen, keine Berücksichtigung von Placebo-Effekt, nicht blind etc., etc.), unzureichend geprüfte und methodisch falsche Versuchsergebnisse und Studien veröffentlichten oder sogar Ergebnisse fälschten.

Einige anschauliche Beispiele zu den Auswüchsen finden sich hier

Dabei ist die Forderung, Mobilfunk-Masten aus Wohngebieten zu verbannen, absolut widersinnig. Wenn von irgendeiner Funk-Quelle ein Restrisiko ausgehen sollte, dann ausschließlich von den in kürzester Entfernung zum Kopf und in kürzester Entfernung zu den relativ empfindlichen Augen gehaltenen Handys.

Die Leistungsdichte einer Sendeantenne nimmt umgekehrt proportional zum Quadrat der Entfernung zu. Bei voller Leistung übersteigt die Leistungsdichte am Handy, die Leistungsdichte an der Mastantenne bereits in 1 m Abstand. Verglichen mit der Sendeleistung des Mastes in 10 m Entfernung ist die Sendeleistung des Handys schon das 100-fache, bezogen auf 100 m das 10000-fache.

Der “Erfolg“ der Mast-Initiativen ist in der Regel eine Erhöhung der mit Abstand stärksten Strahlenquelle – nämlich des Handys – um den Faktor 100. Was dabei meist noch übersehen wird: Aufgrund der notwendigen höheren Sendeleistung, ist der Akku im Handy viel schneller leer. Das führt zwangsläufig statistisch zu einer höheren Totzeit, wegen leeren Akkus und damit zwangsläufig statistisch zu einer Verzögerung oder Verhinderung eines Hilferufes im Notfall und damit zwangsläufig zu einer vermeidbaren Erschwerung von Unfallfolgen oder Notfällen wegen verspäteter oder ausbleibender Behandlung oder Rettung.

Auch die jüngste Studie zeigt einmal mehr: Kein Anstieg von Hirntumor-Zahlen in Handy-Ära

Aktueller Stand – dargelegt in einer Antwort auf eine kleine Anfrage der Linken

To be continued – immer wenn ich Zeit finde, werde ich die verschiedenen Punkte und Aspekte um Ergänzungen und passende Links erweitern.

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