4gang

12/10/2009

Ende eines Rachefeldzuges

Filed under: Media-Control — 4gang @ 10:49
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Oskar Lafontaine

Ende eines Rachefeldzuges

09.10.2009, 10:55

Ein Kommentar von Thorsten Denkler, Berlin

Er hat die SPD verhöhnt, getreten und in Richtung Abgrund getrieben. Oskar Lafontaines Rückzug als Fraktionsvorsitzender der Linken eröffnet nun neue Chancen für Rot-Rot im Bund.

Oskar Lafontaine, AP
Das Feindobjekt der SPD: Der Parteivorsitzende der Linken Oskar Lafontaine. (Foto: AP)

Er ist das Feindobjekt der SPD, der Verräter, der Im-Stich-Lasser. Seit Oskar Lafontaine im März 1999 SPD-Parteivorsitz und Ministeramt hingeschmissen hat, ist er bei seinen ehemaligen Genossen schlicht unten durch.

Als Chef der Linken hat er dann alles getan, die SPD klein zu machen…

Dieser Beitrag auf SZ sueddeutsche.de ist einmal mehr typisch für die recht unverhohlenen Versuche jede Politik, die nicht dem neo-liberalen Mainstream entspricht, zu diskreditieren. Die politische Arbeit Lafontaines für ein soziales und gerechtes Deutschland wird als persönlicher Rachefeldzug gegen die SPD verunglimpft.

Lesenswert die Kommentare zum Beitrag (hier nachstehend auch ein kurzer Auszug aus den – bis dahin – 100 Kommentaren)

09.10.2009 14:16:40

derblondeengel: SPD-Vernichter???

Hab ich was verpasst?

Haben Gerhardt Schröder und Lafontaine, wie weiland Travolta und Cage in Face off, die Persönlichkeiten getauscht? Ist Wolfgang Clement jetzt der Heiland von der SPD Erlösungsfront???

Man kann von Lafontaine halten was man will – ich nicht viel – aber der Artikel mit seinen Verleumdungen ist ein absolute Frechheit. Ganz besonders wenn man bedenkt das die SPD ihren Abstieg solchen machtgeilen Polit-Clowns wie Schröder, Clement, Münetefering und Steinmeier zu verdanken hat…


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09.10.2009 14:11:15

Nächstenliebe:

Es ist ganz offensichtlich, dass es viele Menschen gibt, die noch nie etwas aus reiner Überzeugung und um der guten Sache willen getan haben, ohne selbst davon zu profitieren. Lafontaine könnte sich mit seiner Pension ein wirklich angenehmes Leben machen (immerhin war er insgesamt über dreißig Jahre erst Bürgermeister, dann Oberbürgermeister von Saarbrücken und dann Ministerpräsident des Saarlandes). Statt dessen lässt er sich von weiten Teilen der Journaille mit Schmutz bewerfen.

Da die o.a. Menschen offenbar immer von sich selbst ausgehen, müssen “böse” Gründe, wie Rache u.ä. als Erklärung für sein Verhalten herhalten. Denn irgendein Profit muss ja für Lafontaine nach deren Ansicht drin sein. Zur Erklärung, dass er überzeugter Sozialdemokrat mit starkem Gerechtigkeitssinn ist und DESHALB die Sozialdemokratie retten will, reicht es bei diesem Personenkreis halt leider nicht, denn wer selbst nicht selbstlos ist, der kann Selbstlosigkeit von anderen absolut nicht ertragen (meine Erfahrung auch im Bekanntenkreis). Da wird dann lieber ein Rachefeldzug konstruiert, da ein solcher für diese Menschen nachvollziehbarer und moralisch bequemer ist.


16 Besucher haben diesen Kommentar bewertet



09.10.2009 14:10:49

Wolfgang zopora:

Ein bischen mehr politischen Instinkt wünsche ich dem Autor schon. Wieso heißt die Rückkehr an die Saar für Oskar Lafontaine, dass er sich zurückzöge?

Diese ausgepuffte Taktiker kann in Saarbrücken konkrete Politiu betreiben, wenn es zur rot-rot grünen Koaltion kommt. Dann kann er doch indirekt Einfluss nehmen; dann glaubt er zeigen zu können, wie die SPD ihm wieder hinterherläuf; dann kann er zeigen, dass er der beste aller SPD-Vorsitzenden und evt. Kanzler ist.

Also Oskar abzuschreiben kann ein ganz großer “Denk”fehler.


15 Besucher haben diesen Kommentar bewertet


09.10.2009 14:10:15

Pirratentussi: Also eine sogenannte Volkspartei

wird von einem einzigen Mann plattgemacht wenn ich Ihrer Argumentation folge Hr. Denkler. Das spricht auch nicht so richtig (um es mal der Nettiquette konform zu formulieren) für diese Leute welche die Volkspartei geführt haben.


8 Besucher haben diesen Kommentar bewertet



09.10.2009 14:09:19

ElPoste: Der KfW-Verwaltungsrat Oskar Lafontaine

Vier Jahre arbeiten am Stück sind für Schulden-Oskar nun wohl genug (wie auch seine Wählerschaft hält er wohl von Arbeit und Leistung nicht allzu viel). Da zieht er sich lieber wieder auf seinen feudalen Wohnsitz zurück um hoffentlich nie wieder in der Bundespolitik aufzutauchen.

Einen Eintritt in eine Regierung mit Herrn Maas hat Schulden-Oskar vor der Wahl ja kategorisch ausgeschlossen. (Zitat: “Der Mann war ja mal mein Staatssekretär”). Mal schauen wie glaubwürdig der Held der Linken so ist.


12 Besucher haben diesen Kommentar bewertet


09.10.2009 14:07:23

maxpowers:

“Als Chef der Linken hat er dann alles getan, die SPD klein zu machen.”

Ich platze ja gleich vor Lachen. Wenn hier jemand wen verhöhnt, dann verhöhnte die SPD seine Wählerinnen und Wähler. Die Deregulierung der Finanzmärkte, AGENDA 2010 etc. sind ja wohl auf den Mist der sPD gewachsen, samt ihrer unglaublichen Bastapolitik mit den Grünen.

Nein nein, ein Lafontaine hat die sPD nicht kaputtgemacht, das war sie schon schön brav selbst. Eine neue linke kraft ist schließlich auch ein Produkt der sPD selbst und dringend notwendig geworden. Jetzt aber wieder dieses dumme eingedresche auf und gegeneinander, sollte man sich schlicht und einfach sparen, will die sPD wieder eine SPD werden.


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09.10.2009 14:02:45

sueddleser:

@tappy: Genau das war der Hintergrund meines Kommentars. Und wie sagt schon ein indianisches Sprichwort:”Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd”.


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09.10.2009 14:02:14

HoChiMinh:

“Er hat die SPD verhöhnt, getreten und in Richtung Abgrund getrieben.”

Und das Lafontain-Bashing geht in die nächste Runde. Warum ist das so? Weil Lafontain einer der letzten ist, welcher der deutschen Konzern-Herrschaft gefährlich werden könnte. Bald ist er zu alt und das Land ist den Merkels und Westerwelles schutzlos ausgeliefert.


11 Besucher haben diesen Kommentar bewertet



09.10.2009 14:01:40

Robert Scholz: Lafo trete doch nicht wieder an …

… dann müssen wir diesen Quatsch á la Denkler nicht noch weiter lesen. Die Spezial-Demokraten (in den anderen Kommentaren schon benannt) haben immer behauptet, für eine sozialdemokratische Politik, die diesen Namen verdient, gäbe es keine Unterstützung in der Bevölkerung und Lafontaine hat ihnen das Gegenteil bewiesen. Was passiert eigentlich, wenn die 2/3 der NichtwählerInnen an die Urne zurückkehren? Es bestehen guet Aussichten dafür, dass sie nicht wieder bei den Braunen auftauchen, sondern bei zu einem großen Teil bei den Linken, die als solche erkennbar sind.


7 Besucher haben diesen Kommentar bewertet



09.10.2009 14:00:58

Rhinelander:

Nicht Lafontaine hat die SPD abgewrackt, das war die Führungsriege der SPD selber.


6 Besucher haben diesen Kommentar bewertet

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