4gang

19/06/2009

Immer wieder ein Ärgernis !

Filed under: Grollblog-2 — 4gang @ 00:20

ZZVx

Gestern war ich mal wieder dabei, meine Zettelwirtschaft zu bereinigen – da stolpere ich über diesen Wisch von meinem Stromversorger – den ich schon halb vergessen hatte:

Zahlungsanweisung zur Verrechnung

Vorzulegen innerhalb eines Monats

Datum 09.07.2008

Na super ! Sofort kommt wieder der gleiche Ärger hoch, der mich schon beim Erhalt von dem Teil überfallen hatte !

Warum ein Verrechnungsscheck – und keine Überweisungsgutschrift ?

Von einer Firma, die meine Konto-Daten nicht kennt, lasse ich mir das ja eingehen – aber von meinem Stromversorger ? Mein Stromversorger, der Monat für Monat von meinem Konto Geld abzieht, soll nicht in der Lage sein, eine Rücküberweisung auf mein Konto vorzunehmen ? Vollautomatisch und ohne jeden Kostenaufwand !

Nein – ein Verrechnungsscheck muß es sein !

Das heißt – entweder hindackeln zur Post oder zu meiner Bank – natürlich zu einer Zeit, wo normale Leute arbeiten – oder das Teil per Brief an die Bank schicken – also zum Briefkasten laufen und nochmal 55 Cent spendieren (und hoffen, daß das auch ankommt).

Warum nimmt mein Stromversorger den Mehraufwand für Druckkosten und Zustellung in Kauf, obwohl er das ganz leicht sparen könnte ?

Weil sich die Geschichte trotz der Mehrausgaben für ihn rechnet !

Ganz offensichtlich spekulieren diese Gauner darauf, daß ein ausreichend hoher Anteil nicht eingelöst wird, weil der Scheck verloren geht, weil er verlegt wird, weil er vergessen wird, weil die Einlösefrist überschritten wurde und den Leuten schließlich das ganze Gelaufe und der Zeitaufwand für 20€ zu viel ist.

Für mich ist das eine methodische Übervorteilung der Kunden – und damit eigentlich eine kriminelle Intention, die dahinter steckt – aber vermutlich von unserem Reichen-Recht völlig abgedeckt !!

.

P.S.:

Nachdem sich anscheinend immer wieder Leute in einer ähnlichen Situation wiederfinden, folgende Ergänzung zum Ärgertext:

Die rechtliche Situation ist wohl so, daß die Bezahlung per Verrechnungsscheck zulässig ist (trotz der offensichtlich dahinter stehenden Intention). Allerdings gibt es natürlich keine Verjährung durch Ablauf eines Monats, bzw was auch immer auf dem Scheck draufgeschrieben steht.

Es bleiben alle rechtlichen Forderungen entsprechend des Geschäftsvorgangs ganz normal bestehen (und die dafür geltenden Verjährungsfristen – meistens ein wesentlich längerer Zeitraum – z.B. oftmals  3 Jahre )

Der Scheckaussteller darf sich natürlich weigern , den Scheck nach Ablauf der Frist einzulösen.

Daraufhin kann der Scheck-Adressat natürlich seine Forderung wiederholen und auf Ausgleich der Zahlung bestehen.

Vermutlich wiederholt sich dann das Spielchen von vorn.

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